Mit der Einführung von KI steht die Prozessindustrie an einem Wendepunkt, der maßgeblich beeinflussen wird, wie künftig im Engineering, in der Instandhaltung und im Betrieb prozesstechnischer Anlagen gearbeitet wird.
Dabei geraten sowohl die Hersteller als auch die Anwender unter einen vermutlich imaginären Zugzwang:
- Hersteller geraten unter Innovationsdruck. Produkte ohne KI gelten schnell als überholt. Die Folge: KI wird schnell dort integriert, wo es technisch und wirtschaftlich möglich ist.
- Anwender setzen aus wirtschaftlichen Gründen und zur Sicherung ihres Know-Hows verstärkt auf KI. Die Investitionen sollen häufig durch Personaleinsparungen kompensiert werden.
In beiden Fällen bleiben wichtige Themen oftmals unberührt. Fragen zur Prozessintegration, Qualitätssicherung, Risikobewertung, juristischen Leitplanken und langfristigen Auswirkungen bleiben aus Zeit- und Ressourcenmangel oft unbeantwortet.
Genau diese Themen wird CIAF e.V. weitergehend diskutieren. Ziel ist es, zusammen mit SIEMENS normative Grundlagen zu schaffen und praxisnahe Leitfäden sowie Checklisten zu entwickeln.
Diese können einerseits allen Beteiligten bei der Einführung von KI eine Orientierung geben. Andererseits helfen sie SIEMENS Lösungen zu entwicklen, die sich später möglichst schnell in bestehende Prozesse integrieren lassen.
